Zell-Entsäuerung

Wenn man sich mit den verschiedenen Entsäuerungs-Therapien beschäftigt, vermisst man immer wieder eine, die ganz gezielt auf die Zellentsäuerung ausgerichtet ist (zumindest ist es mir so ergangen). Bei den meisten findet man nur den Hinweis, dass sie auch eine Auswirkung haben, Zellen zu entsäuern. Aber auf welche Art und Weise dies geschieht, konnte ich logisch nicht nachvollziehen. Erst als ich mich mit den unterschiedlichen Citrat-Formen beschäftigte, konnte ich den Zell-Entsäuerungsvorgang erkennen. Citrate haben die Fähigkeit – ebenso wie Bicarbonate – Säuren, insbesondere die freien Säuren in unserem Organismus zu binden. Der Unterschied liegt darin, dass Bicarbonate jeweils immer nur ein Säure-Ion (H+-Ion) binden können, während Citrate in der Lage sind, gleich drei H+-Ionen zu binden. Damit haben Citrate eine drei Mal so hohe Entsäuerungskapazität wie Bicarbonate. Darüber hinaus passieren Citrate den Magen-Darm-Trakt weitestgehend unverbraucht und werden über das Blut direkt in die Zellen geliefert. Citrate entfalten somit ihre basische Wirkung weniger im Magen-Darm-Trakt – wie die meisten Bicarbonate –, sondern vor allem im Zellstoffwechsel und damit in der Zelle selbst. Somit können Sie mit basischen Citraten der Zell-Übersäuerung am wirksamsten begegnen. Werden die Citrate in Kombination mit der Darmsanierung mittels Probiotika angewandt, sind sie noch wirksamer, da sie den Leberstoffwechsel anregen und damit zur Regeneration des Energiestoffwechsels in den Zellen beitragen.

Die zwei wesentlichen Citrate sind:

  1. Kalium-Citrat: Das ist das Kaliumsalz der Zitronensäure. Die hochgeschätzte Wirkung des Citrats auf Stoffwechselvorgänge beruht darauf, dass es Säure binden kann. Aufgenommenes Kaliumcitrat tangiert die Magensäure nicht und gelangt so in den Dünndarm. Dort wird es in Kalium und Citrat zerlegt und dann vom Blut aufgenommen und zu den Zellen transportiert. In der Zelle bindet das Citratmolekül drei Säure-Ionen (H+-Ionen). Kalium-Citrat entsäuert also ganz gezielt die Zellen, zudem ist Kalium an vielen Enzym- und Stoffwechselvorgängen inner- und außerhalb unserer Zellen beteiligt und wesentlich verantwortlich für die Elastizität der roten Blutkörperchen. Industriekost sorgt häufig für einen latenten Kaliummangel, weil sie zu wenig davon beinhaltet. Kalium spielt für den Säure-Basen-Haushalt eine ganz zentrale Rolle, weil es Säuren aus der Zelle ausleitet, damit hat es einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Säurezustand innerhalb unserer Zellen. An der Zellwand befindet sich ein Austauschsystem, das als Natrium-Kalium-Pumpe bezeichnet wird. Die Kalium-Ionen öffnen dabei die Zellwand, so dass Säuren und Salze aus der Zelle abfließen können. Fehlt das Kalium, dann bleiben die Zellwände dicht und die Säuren reichern sich dort an. Diesen Vorgang nennt man auch die „intrazelluläre Entsäuerung“, deren Funktionsfähigkeit wesentlich vom Kalium abhängig ist.

    Anfangs-Dosierung: 2 x 2 Gramm/Tag
    für 4 Wochen über den Tag verteilt in Wasser gelöst trinken.

    Dauer-Dosierung: 2 Gramm pro Tag
    Regelmäßig dem Körper zuführen und nicht nur mal vorübergehend !

    Kalium-Citrat immer mit viel Wasser einnehmen.

    Wenn man sich mit den verschiedenen Entsäuerungs-Therapien beschäftigt, vermisst man immer wieder eine, die ganz gezielt auf die Zellentsäuerung ausgerichtet Einnahme-Hinweis: Kalium-Citrat sollte man nicht gemeinsam mit abführenden Wassertabletten (Diuretika), ACE-Hemmern (Blutverdünner) oder Herzglykoside (Digitalis) anwenden. Des Weiteren darf Kalium-Citrat bei einem generell erhöhten Kaliumspiegel, bei akuten Harnwegsinfektionen, bei verminderter Ausscheidungsfähigkeit der Nieren (Niereninsuffizienz) und bei Magen- oder Darmgeschwüren nicht angewendet werden (http://www.arbeitskreis-citratforschung.de/).

  2. Magnesium-Citrat: Das ist das Magnesiumsalz der Zitronensäure. Es stellt die organische Form des Minerals dar und zeichnet sich durch eine besonders hohe Bio-Verfügbarkeit aus, das bedeutet eine schnelle Aufnahme und damit umgehende Verfügbarkeit in unserem Körper. Es aktiviert über 200 verschiedene Enzyme und wird zur Eiweißproduktion und zur Fettverbrennung benötigt. Darüber hinaus ist es das wichtigste Anti-Stress-Mineral, beugt Nierensteinen und Gefäßerkrankungen vor, wirkt entspannend und löst Krämpfe. Viele Menschen sind mit Magnesium unterversorgt. Magnesium ist der wichtigste Komplementärstoff für das Vitamin C und D und an sehr vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Da Magnesium auch zum Aufbau basischer Pufferreserven dient, werden die Magnesiumvorräte des Körpers, die sich größtenteils in den Knochen befinden, bei anhaltender Übersäuerung aufgebraucht. Deshalb ist im Rahmen einer Entsäuerungstherapie die Zufuhr von Magnesium unbedingt notwendig. Dabei gibt es zwei verschiedene Magnesium-Citrat-Formen, sie unterscheiden sich in der Menge an Magnesium, die sie beinhalten, dies muss bei der Dosierung beachtet werden.

    Trimagnesium-Dicitrat (Magnesium-Anteil ca. 16 %):

    Dosierung: 2 – 4 Gramm/Tag
    Magnesium-Citrat (Magnesium-Anteil ca. 8 %):

    Dosierung:  4 – 6 Gramm/Tag
    Beginnen sie mit 1 – 2 Gramm/Tag und steigern es langsam.

    Einnahme immer mit viel Wasser über den Tag verteilt, nicht als Einmal-Gabe.

    Einnahme-Hinweis: Zu einer erhöhten Magnesium-Konzentration kommt es bei Menschen, die an Niereninsuffizienz oder einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison) leiden. Entwässerungsmittel (Diuretika) scheiden Magnesium verstärkt über die Nieren aus.